Methodik

Auch in der altorientalischen Musiktherapie unterscheidet man eine aktive und eine rezeptive Form. Beide sind nicht konfliktorientiert und stützen sich auf das Prinzip des Ausgleichs.

Die aktive Musiktherapie kann als eine „Bewegungs(bewusstseins)therapie“ beschrieben werden. Sie besteht aus einer Abfolge vorgegebener Bewegungselemente, die leicht auszuführen sind. Aus der Medizin ist der Einfluss von Bewegung auf die Wahrnehmung und das Denken des Menschen bekannt; auch Blockaden aller Art können dadurch gut gelöst werden. Der Improvisationstanz ist ebenfalls ein wichtiger Teil dieser Methode.

Der therapeutische Effekt der rezeptiven Musiktherapie beruht darauf, dass den PatientInnen eine Abfolge von Melodien in den spezifischen Tonarten vorgespielt wird. Dabei liegen die KlientInnen entspannt auf der Liege und lauschen den Klängen auf den verschiedenen Instrumenten. Hier wird durch die Musik ein ausgleichender und harmonisierender Impuls gesetzt.

Beide Formen sind für die KlientInnen angenehm auszuführen und fördern das körperliche und seelische Gleichgewicht. Einige berichten von lebhaften Bildern, die sie während der Sitzung haben, oder neuen Formen des Raum- und Zeiterlebens. Innere Harmonie stellt sich langsam wieder ein.